Wann lohnt der Austausch der alten Heizungsanlage?

Der Austausch lohnt sich, wenn ...

... der Abgasverlust des alten Kessels mehr als 8 Prozent beträgt. Schauen Sie auf das Messprotokoll des Schornsteinfegers.

Da die Messung des Schornsteinfegers aber nur den Abgasverlust erfasst, nicht aber z. B. die Wärmeverluste über die Oberfläche des Heizkessels (warmer Heizraum), ist ihr Energie-Einsparpotential viel höher.

... der Kessel mit konstant hoher Kesseltemperatur (50°C und mehr) betrieben werden muss.

Moderne Kessel passen die Kesseltemperatur gleitend an. Bei Auskühlung und Wiederaufheizen sind ältere Heizkessel korrosionsgefährdet. Daher halten sie, auch wenn keine Wärme gebraucht wird, immer ihre hohe Betriebstemperatur und verursachen dadurch unnötigen Energieverbrauch.

... die Temperatur im Heizkeller 20 Grad übersteigt, weil der Kessel unnütz Wärme abstrahlt.

Moderne Kessel sind besser gedämmt. Ältere Heizkessel haben eine schlechte Wärmedämmung (oder überhaupt keine). Dadurch geben sie viel Energie (20% und mehr) über die Oberfläche ab - und nicht an das Heizsystem.

... Sie einen alten Wechsel-/ Umstellbrandkessel haben, d.h. einen Wärmeerzeuger in dem Sie neben Öl zum Beispiel auch Holz verfeuern können.

Moderne Heizkessel und Brenner für Heizöl und Erdgas sind heutzutage sehr energieeffizient und arbeiten umweltschonend. Das ist aber bei Umstellbrandkesseln meist nicht der Fall. Auch dann nicht, wenn der Brenner ausgetauscht wird. Außerdem belasten Sie unsere Umwelt meistens mit sehr hohen Schadstoffwerten (viel CO).